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Hörgesundheit

Gehörschutz auf dem Bau: Wann er Pflicht ist und was Sie tragen sollten

Gehörschutz auf dem Bau: Wann er Pflicht ist und was Sie tragen sollten

Lärmschwerhörigkeit gehört zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten in Deutschland, und das Baugewerbe steht dabei weit vorn. Die wenigsten sehen es kommen. Es kommt nicht als plötzlicher Knall. Es schleicht sich über Jahre mit Flex, Abbruchhammer und Nagler ein, bis der Fernseher eines Tages für Sie zu leise und für alle anderen zu laut ist. Fast alles davon ließe sich verhindern, und den passenden Gehörschutz zu finden kostet ein paar Minuten, sobald Sie die Regeln kennen. Dieser Beitrag zeigt, ab wann Sie ihn wirklich brauchen, was die Vorschriften sagen und wie Sie Schutz auswählen, den Sie den ganzen Tag tragen.

BOLLSEN WorkPRO Ohrstöpsel

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★ Unser Testsieger — Baustelle und Handwerk

BOLLSEN ist ein Spezialist für Gehörschutz, dessen Ohrstöpsel in Deutschland unabhängig geprüft und zertifiziert werden. Der WorkPRO ist ein passiver, wiederverwendbarer Ohrstöpsel und senkt lauten Werkzeuglärm um zertifizierte 24 dB auf ein verträglicheres Niveau. Er sitzt zuverlässig und bleibt eine ganze Schicht an Ort und Stelle. Das medizinische Silikon ist bis zu 100 Mal wiederverwendbar und abwaschbar. Bequem genug für den ganzen Tag, und damit eine vernünftige Wahl für Bau und Handwerk. Denn der einzige Gehörschutz, der schützt, ist der, den Sie auch tragen.

  • Zertifizierte Schalldämmung von 24 dB, unabhängig geprüft in Deutschland
  • Zuverlässige, wiederholbare Abdichtung, die eine ganze Schicht hält
  • Bis zu 100 Mal wiederverwendbar, abwaschbar, mit Etui
  • Bequem genug, um ihn eine volle Schicht zu tragen
  • 40 Tage Geld-zurück-Garantie
  • In der Anschaffung teurer als eine Schachtel Einweg-Schaumstoffstöpsel
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Finden Sie heraus, ob Ihre Baustelle wirklich zu laut ist

Verschaffen Sie sich zuerst ein Gefühl für den Lärm, mit dem Sie es zu tun haben. Eine Faustregel aus der Praxis: Wenn Sie die Stimme heben müssen, um sich mit jemandem in zwei Metern Entfernung zu verständigen, liegen Sie vermutlich über 85 dB und Ihr Gehör ist gefährdet. Auf Baustellen stehen reichlich Geräte, die diese Grenze mühelos reißen.

Ungefähr so sieht es bei gängigem Gerät aus. Ein Winkelschleifer liegt bei etwa 95 bis 100 dB. Ein Abbruchhammer schafft 100 bis 110 dB. Ein Nagler feuert mit rund 110 dB, eine Handkreissäge liegt nahe 100 dB, und selbst ein zahmer Schlagschrauber erreicht die oberen Neunziger. Diese Werte sind wichtig, weil die Skala nicht linear ist. Jede Steigerung um 3 dB verdoppelt in etwa die Schallenergie am Ohr. Der Abstand zwischen einem 91-dB-Gerät und einem mit 100 dB ist also viel größer, als er klingt.

Kennen Sie die Auslösewerte der LärmVibrationsArbSchV

Die deutsche Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung setzt klare Schwellen, die man sich merken sollte. Der untere Auslösewert liegt bei einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A). Ab hier muss der Arbeitgeber die Gefährdung beurteilen und geeigneten Gehörschutz zur Verfügung stellen. Der obere Auslösewert liegt bei 85 dB(A). Wird er überschritten, ist das Tragen Pflicht, der Bereich ist als Lärmbereich zu kennzeichnen, und es gilt ein Lärmminderungsprogramm. Dazu kommt der maximal zulässige Expositionswert von 85 dB(A), der unter Berücksichtigung der Dämmwirkung des Gehörschutzes gilt, also von dem, was tatsächlich am Ohr ankommt. Für Spitzenschalldruck gelten 135, 137 und 137 dB(C).

Im Klartext: Liegt ein normaler Arbeitstag auf Ihrer Baustelle im Schnitt bei 85 dB(A) oder darüber, tragen Sie Gehörschutz, ohne Diskussion. Und weil schon eine Stunde am Abbruchhammer den Tagesmittelwert über diese Linie zieht, sind die meisten in lauten Gewerken lange vor Schichtende klar im Pflichtbereich.

Klären Sie die Verantwortung, auch als Selbstständiger

Als Beschäftigter liegt die Pflicht beim Arbeitgeber. Er muss den Lärm beurteilen, geeigneten Schutz stellen, Lärmbereiche kennzeichnen und Sie in der Benutzung unterweisen. Das ist geklärt.

Bei Selbstständigen wird es unübersichtlicher, und genau hier verrutscht es oft. Wer als Soloselbstständiger oder Subunternehmer arbeitet, hat keinen Bauleiter, der ihm Stöpsel in die Hand drückt und an das Tragen erinnert. Als Unternehmer sind Sie zugleich Mitglied Ihrer Berufsgenossenschaft, in der Regel der BG BAU, deren Unfallverhütungsvorschriften auch für Sie gelten. Vor allem aber gilt: Ihr Gehör ist Ihr Betriebskapital. Ein-Personen-Betriebe und Subunternehmer sind genau die Gruppe, die in den Statistiken auffällt, teils weil niemand hinschaut, teils weil Schutz wie ein Extra wirkt. Das ist er nicht.

Wählen Sie die Bauart: Stöpsel oder Kapselgehörschutz

Oft wird gefragt, ob Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz auf dem Bau besser sind, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf die Arbeit an. Kapseln sitzen über dem Ohr und sind schnell auf- und abgesetzt, was zu kurzen, sehr lauten Arbeitsschritten passt. Unter dem Helm werden sie im Sommer heiß und sperrig, und mit Brille oder Visier vertragen sie sich schlecht.

Für den ganzen Tag gewinnen Ohrstöpsel. Sie passen unter jeden Helm, bleiben kühl und kommen der übrigen Schutzausrüstung nicht in die Quere. Der Haken liegt in der Bauart des Stöpsels. Billiger Einwegschaumstoff ist fummelig zu setzen, lockert sich und landet wieder in der Hosentasche. Genau deshalb nehmen ihn so viele heraus und vergessen, ihn wieder einzusetzen. Ein wiederverwendbarer Stöpsel löst das. Er gibt Ihnen eine wiederholbare Abdichtung, die in Sekunden sitzt und den ganzen Tag hält, und lässt sich für morgen sauber waschen. Deshalb bleiben wiederverwendbare Stöpsel eher im Ohr als in der Tasche. Hier kommt ein Modell wie der WorkPRO ins Spiel.

Verabschieden Sie sich vom „Ich bin das gewohnt“

Das gehört klar gesagt. Sich an den Lärm zu gewöhnen bedeutet nicht, dass Ihre Ohren härter werden. Es ist das Frühstadium einer Lärmschwerhörigkeit, in dem die Zellen für bestimmte Frequenzen bereits absterben, sodass der Krach schlicht nicht mehr so ankommt wie früher. Sie passen sich nicht an. Sie verlieren Bandbreite, leise und dauerhaft.

Tinnitus durch Arbeitslärm zeigt sich oft zuerst: dieses dauernde Klingeln oder Zischen, das sich nicht abschalten lässt, besonders nachts, wenn die Baustelle endlich still ist. Rund 7 Prozent der lärmbelasteten Bauarbeiter berichten davon. Ist er einmal da, gibt es keine Heilung, nur einen Umgang damit. Lärmschwerhörigkeit ist genau deshalb eine der häufigsten anerkannten Berufskrankheiten, weil der Schaden unsichtbar bleibt, bis er angerichtet ist. Die einzige echte Verteidigung ist, das Gehör an jedem lauten Tag zu schützen, bevor Sie überhaupt etwas merken.

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Häufige Fragen

Ab wie viel Dezibel ist Gehörschutz auf der Baustelle Pflicht?

Nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung liegt der untere Auslösewert bei 80 dB(A) im Tagesmittel. Ab da muss der Arbeitgeber geeigneten Gehörschutz bereitstellen. Der obere Auslösewert liegt bei 85 dB(A). Ab hier ist das Tragen Pflicht und der Bereich als Lärmbereich zu kennzeichnen. Der maximal zulässige Expositionswert beträgt ebenfalls 85 dB(A), gemessen unter Berücksichtigung der Dämmwirkung des Gehörschutzes.

Müssen Selbstständige Gehörschutz tragen?

Die Verordnung richtet sich an Arbeitgeber und Beschäftigte. Als Soloselbstständiger oder Subunternehmer tragen Sie die Verantwortung für Ihr Gehör selbst, und als Unternehmer gelten für Sie die Vorschriften Ihrer Berufsgenossenschaft, im Bau meist der BG BAU. Es gibt keinen Bauleiter, der Stöpsel stellt oder Lärmbereiche durchsetzt, also müssen Sie die Gefährdung selbst einschätzen und aus eigenem Antrieb geeigneten Schutz tragen.

Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz auf dem Bau?

Beides kann passen. Kapseln sind schnell auf- und abgesetzt, was kurzen, sehr lauten Arbeitsschritten entgegenkommt, werden unter dem Helm aber heiß und vertragen sich schlecht mit Brille und Visier. Wiederverwendbare Ohrstöpsel eignen sich besser für den ganzen Tag: Sie passen unter jeden Helm, bleiben kühl, dichten zuverlässig ab und sind bequem genug, um die ganze Schicht drin zu bleiben.

Kann Baulärm dauerhaft das Gehör schädigen oder Tinnitus auslösen?

Ja, und der Schaden ist bleibend. Wiederholte Belastung durch laute Werkzeuge zerstört die Haarzellen im Innenohr, die Schall aufnehmen, und die wachsen nicht nach. Rund 7 Prozent der lärmbelasteten Bauarbeiter entwickeln einen Tinnitus, also ein dauerhaftes Klingeln oder Zischen ohne Heilungsaussicht. Verlässlich schützt nur, an jedem lauten Tag geeigneten Gehörschutz zu tragen, bevor Beschwerden auftreten.

Wie laut sind gängige Elektrowerkzeuge, und wie lange darf ich ihnen ausgesetzt sein?

Ein Winkelschleifer liegt bei rund 95 bis 100 dB, ein Abbruchhammer bei 100 bis 110 dB, ein Nagler bei etwa 110 dB. Die unbedenkliche Dauer sinkt mit steigendem Pegel rapide: Bei 85 dB sind es etwa acht Stunden, und jede Steigerung um 3 dB halbiert diese Zeit ungefähr. Bei 100 dB reden wir also über Minuten, nicht Stunden.

Kann ich Ohrstöpsel eine ganze Schicht tragen?

Ja. Ein wiederverwendbarer Stöpsel wie der WorkPRO sitzt in Sekunden, bleibt bei Bewegung an Ort und Stelle und ist bequem genug für die volle Schicht. So schützt er den ganzen Tag statt nur die paar Minuten, die Schaumstoff im Ohr bleibt. Er senkt lauten Werkzeuglärm um zertifizierte 24 dB, und weil Sie ihn drin lassen, tut er seine Arbeit auch wirklich.